Die Geschichte des Motorrads kurz erzählt

Der Grundstein für den Bau von Motorrädern wurde um 1860 gelegt, als der 4 Takt Verbrennungsmotor erfunden wurde. Die ersten von diesen Motoren wurden in Kutschen und Reitwagen verbaut, was den Vorläufer der heutigen Autos darstellt. Der Reitwagen von Gottlieb Daimler kam einem Motorrad schon recht Nahe, hatte aber seitliche Stützräder.

1869 wurden in Frankreich und Amerika Dampfmaschinen in Fahrräder verbaut, die einem Motorrad ähneln.

Bis 1894 gab es einige findige Bastler die 4-Takt Verbrennungsmotoren in Fahrräder verbaut haben, aber keiner hat sich damals bemüht, sich ein solches Fahrzeug patentieren zu lassen. Bis die Deutschen Hildebrandt & Wolfmüller das erste Serienmotorrad gebaut haben und sich den Begriff „Motorrad“ auch gleich haben schützen lassen. Leider war das Motorrad unfahrbar und machte nur Schwierigkeiten, so das Hildebrandt & Wolfmüller zwei Jahre später Pleite ging. Sie haben zwar in der Zeit einige hundert Motorräder verkauft, aber schon damals gab es Konkurrenz die es besser machte.

Danach kam eine eigentlich heiße Zeit auf. Jeder, der mit Werkzeug umgehen konnte und einen Motor in die Finger bekam, baute aus Fahrrädern Motorräder. Firmen wurden gegründet und gingen kurz drauf wieder pleite. Es gab auch ein paar gute Entwicklungen und es entstanden auch die ersten Motorräder, die mit den heutigen durchaus vergleichbar sind.

Bis 1920 wurden auch einige Erfindungen gemacht die heute noch verwendet werden wie z.B. die ersten 4 Zylinder Motoren, Kickstarter, Bremse, Anlasser, Beleuchtung, Zweitaktmotoren und Doppelkolbenmotoren.

Auch wurden in dieser Zeit die ersten Hersteller gegründet, die man heute noch kennt, oder die immer noch produzieren, wie z.B. Indian, Harley-Davidson, DKW, NSU, BMW

Die beiden Weltkriege waren zwar schlimm, trieben aber die Entwicklung und Produktion von Motorrädern an, weil das Militär auf jedem Kontinent Bedarf an Motorrädern hatte.

Bis 1950 war die Blütezeit für das Motorrads. Es wurde ständig wie wild neues erfunden, verbessert und technisch verfeinert. Aber dann kam Ende der 50er Jahre so langsam der Einbruch. Das Auto wurde immer erschwinglicher und beliebter. Man wollte nicht mehr bei jedem Wetter den Elementen ausgeliefert sein. Der Wunsch bei jedem Wetter und Jahreszeit unterwegs zu sein wurde immer größer, und das Motorrad verkam immer mehr zum Fortbewegungsmittel für arme Leute. Viele Hersteller brach dieser Einbruch das Kreuz und gingen Pleite daran.

Erst in den 70er Jahren wurde das Motorrad als Freizeitgerät wiederentdeckt. Auch deswegen, weil sich die Motorräder in dieser Zeit spezialisiert hatten und Modelle für jeden Einsatzweck zu bekommen waren. Man kann somit behaupten, dass die Entwicklung neuer Typen das Motorrad wieder beliebter machte.

Einige Hersteller, die in den 50er Jahren Pleite gingen, wurden dann auch wiederbelebt und legten neu auf. Auch aus Japan kamen die ersten Motorräder auf den Markt, die richtig Leistung hatten und Spass machten zu fahren. Legendär ist hierfür z.B. die Honda CB 750 Four. Ein Japan Big-Bike mit knapp 70 PS, fähig die 200km/h zu schaffen und das ganze zu einem erschwinglichen Preis.

... to be continued ...